„Uwaaaaa!“
Ich wache unabsichtlich auf, obwohl ich zu dieser Zeit wirklich gerne noch weiter schlafen würde. Es schmerzt. Etwas piekt mich unter meinem Kiefer. Ah, das ist Zeros Bein.
„Zero, Zero. Was ist los?“
Ich stupse sie mit meiner Nase an.
„Tut dir etwas weh? Hast du Schmerzen?”
Wenn sie im Schlaf so randaliert, musst sie ziemlich große Schmerzen haben. Kann sie nicht still liegen, weil sie unerträglich darunter leidet? Zeros Wunden sind ernsthaft schlimm. Sicherlich hat sie es auch in ihren Träumen schwer, denke ich.
„Zero! Hey, Zero, hör doch!“
„Bin müde. Lass mich schlafen.“
„Aber es scheint mir, als hättest du große Schmerzen. Hast du große Schmerzen?“
„Nerv nicht. Und sag nicht alles zwei Mal.“
Ihre Stimme klingt extrem schlecht gelaunt. Also hat sie Schmerzen… …Dass sie so übellaunig ist, wird nicht bloß von der Müdigkeit kommen, oder?
„Gibt es irgendwas, was deinen Wunden schneller heilen lässt? Sag, Zero.“
Mir gefällt nicht, wie Zero aussieht. Sie nur anzublicken, wie sie unter Schmerzen leidet, bereitete mir dort, oberhalb meines Bauches, ebenfalls Schmerzen.
„Was glaubst du, könnte dich schneller heilen?“
„Aah? Wenn ich Fleisch zu essen bekäme, würde mich das wieder gesund machen.“
„Wenn du Fleisch isst, macht dich das wieder gesund?“
„Ja. Und jetzt lass mich schlafen.“
„Mhm, verstanden.“
So ist das. Fleisch essen macht sie also wieder gesund. Ja, genau. Auch mich heitert es auf, wenn ich mal Fleisch zu essen bekomme.
„Damit es dir schnell wieder gut geht, Zero, sollte ich viel Fleisch jagen gehen. Ja, jagen gehen.“
„Ich… …sagte doch… …sag nicht alles… …zwei Mal… …“
„Zero?“
Keine Antwort.
„Bist du vielleicht bewusstlos geworden? Bist du in Ordnung? Bist du in Ordnung?“
Chrrrrh, kann ich sie schnarchen hören. Es scheint, als sei sie wieder eingeschlafen.
Um Zero nicht aufzuwecken, verlasse ich leise die Höhle. Obwohl es noch Nacht ist, beleuchtet das Mondlicht die Umgebung. Der große Mond scheint jeweils am Himmel und seine Reflexion auf dem Meer.
Während Zero schläft, ziehe ich los, um Fleisch zu jagen. Sobald sie aufwacht, gebe ich ihr das Fleisch und lasse sie essen.
Ich sollte besser richtig leckeres Fleisch finden. Damit es Zero wieder vollkommen gut gehen wird, brauche ich super-vortrefflich-fabelhaftes Fleisch! Welches, dass sie mit nur einem Bissen mit dem Licht des Himmels erfüllen würde. Ja, solch ein Fleisch, dass Zeros Kräfte steigert.
Entschieden! Ich werde gehen, um dieses „legendäre Fleisch“ zu suchen! Ich werde es suchen gehen!
Kaum habe ich dies gedacht, will ich bereits losfliegen, doch wo soll ich suchen? Ich brauche Fleisch, dass Zero sofort wieder gesund macht.
Während der große Mond auf der Meeresoberfläche reflektiert wird, denke ich nach. Mit aller Kraft denke ich nach. Fleisch… …Fleisch… …Fleisch… …Im Meer… …Fleisch… …Meer…
Meer? Ah, dicht unter der Meeresoberfläche gibt es viele Fische. Was sind das wohl für besondere Fische, die vom Mondlicht beschienen glitzern? Ob die einen wieder gesund machen, wenn man sie isst? Sollte ich sie fangen?
Nein, das mache ich nicht. Zero sagt, sie hasst Fisch. Einmal, als ich welche gefangen habe, deren Rücken grünbläulich schimmerten, verzog Zero das Gesicht. Als ich wissen wollte, was so schlimm daran sei, wandte sie leidig den Blick ab und sagte:
„Ich mag keine Makrelen… …”
Ich erinnere mich daran, dass sie gemurmelt hat. Was ihr wohl in den Sinn kam? Ob es ihr den Magen umdrehte, würde sie Makrelen essen?
Jedenfalls kommen Fische nicht in Frage. Wenn sie Sachen isst, die sie nicht mag, würde ihr Zustand sicher noch schlechter werden. Jetzt, wo ich daran denke, sollte ich an einem anderen Ort als das Meer suchen.
Ich fliege in Richtung jenseits des Meeres. „Gib dein Bestes! Gib dein Bestes!”, sage ich mir, ungefähr im gleichen Takt wie mein Flügelschlag. Ich fliege umher, bis der Morgen anbricht, und als ich zufällig nach unten sehe… …ist da eine Wüste.
Ohne es zu bemerken, bin ich scheinbar im Land des Sandes angekommen. Soweit das Auge reicht, nur Sand, Sand, Sand! Wenn der Sandstrand noch größer wäre, und das Meer alles überflutete, könnte man glatt den Eindruck bekommen, es handle sich um das Land des Meeres.
Trotz dass es so weitläufig ist, kann ich kein Fleisch finden. Hätte es sich um einen Sandstrand gehandelt, hätte man dort sicher Krabben gefunden. Wahrscheinlich verstecken sich die Wüstenlebewesen unter dem Sand. Selbst wenn ich von einem Ende bis zum anderen flöge, das einzige, was ich sähe, wären Menschen.
Nun ja, Menschenfleisch ist auch Fleisch, daher ist das wohl nicht ganz richtig, wie ich es ausgedrückt habe.
Nur geht das einfach nicht, dass ich Zero ein Lebewesen zu essen bringe, das so unheimlich ähnlich aussieht wie sie. Wahrscheinlich würde sie das auch nicht mögen… …
Um Fleisch zu finden, dass weder Fisch noch Mensch ist, fliege ich in die Ferne. Sicherlich muss dieses „legendäre Fleisch“ weit weg zu finden sein, denke ich mir. Deswegen ist es ja so „legendär“. Etwas, was man einfach so in die Hand bekommt, kann man ja nicht als „legendär“ bezeichnen, oder?
Ich fliege sehr, sehr weit in die Ferne, bis ich vollkommen erschöpft bin, sehe zufällig nach unten und… …
„Au-au-au-au!”
Dummerweise habe ich mir meinen Kopf an einem felsigen Berg gestoßen. Weil ich nach unten schaute, habe ich ihn gar nicht wahrgenommen. Wann der Berg vor mir auftauchte, ist mir unbemerkt geblieben. Ich sollte schauen, wohin ich fliege… …
Ah, hier ist das Land der Berge. Wenn ich mich aufmerksam umsehe, finde ich hier sicher jede Menge Fleisch! Hier und da, Kühe, Schafe und Bergziegen! Toll toll toooll! Es wäre besser gewesen, wäre ich von Anfang an in das Land der Berge gegangen.
Ich werde sofort eine Kuh fangen… …denke ich zumindest. Wenn es hier so viele davon gibt, sollte das Fangen einfach fallen! Hehehe. Das wird toll. Ich werde die größte Kuh von allen einfangen.
Wo ich gerade davon spreche, seit es Morgen ist, habe ich noch gar nichts gegessen, mein Magen knurrt so heftig. Und ich liebe Rindfleisch!
„Guten Appetiiit!”
Ja, leeecker! Es ist so zart, unheimlich weich im Mund, das bin ich gar nicht gewohnt. Sowas von mjam-mjam. Solch schmackhaftes Rindfleisch esse ich zum ersten Mal!
„Ah, schon aufgegessen.“
Ich durfte doch nicht alles aufessen! Verdammt, nein! Das ist doch Fleisch, das Zeros Wunden heilen soll!
„Noch einmal von vorn! Dieses Mal werde ich es nicht essen. Wenn ich die zweitgrößte Kuh gefangen habe, bringe ich sie zu Zero. Zu Zero… …Hm?“
Als ich darüber nachdenke, fallen mir plötzlich die Menschen auf, die mit traurigen Gesichtern zu mir auf schauen. Der alte Mann und die alte Frau sehen aus, als seien sie kurz davor zu weinen.
Ich erinnere mich! Zero hat mir mal erklärt, dass es im Land der Berge viele „Viehfarmen“ gibt. Dort gibt es kaum Orte, an denen man Getreide anbauen kann, daher züchten die Menschen stattdessen Tiere für Fleisch.
Könnte es sein, das hier ist eine „Viehfarm“ und die Kühe hier haben der alte Mann und die alte Frau herangezüchtet…? Oh je, das ist sicherlich so… …
„Uwaaah! Es tut mir Leid! Es tut mir Leid!”
Sachen von Menschen zu stehlen, gehört sich nicht! Absolut nicht!
Um nach Fleisch zu suchen, dass weder Fisch, noch Mensch, noch menschliches Eigentum ist, fliege ich in ein anderes Land weiter.
In eines, in dem es nur wenig Menschen gibt, wäre gut. Dann würde ich nicht ausversehen etwas stehlen, was ihnen gehört. Ich will niemanden in Schwierigkeiten bringen oder ihn belästigen.
Ein Ort, wo kaum einer wohnt, aber auch nicht so einer wie das Land des Sandes, wo es fast keine Lebewesen gibt… …
Daher reise ich ins Land der Wälder. Hier bekommt man sicher Fleisch in die Hände, das Niemands Eigentum ist. Von überall her ist Vogelzwitschern zu hören und es gibt viele Anzeichen auf Lebewesen.
Ich muss wohl etwas tiefer sinken. Vom Himmel aus sind die Bäume nur ein Sichthindernis, da ist es schwierig, etwas über die Lage am Boden zu erfahren.
Aber im Wald lässt es sich schwer fliegen. Die Äste bleiben an mir hängen. Das laute Krack-Krack, das sie dabei machen, mag ich nicht.
„Pass doch auf! Du kannst nicht einfach so landen, Mann!”
Hm? Ist da eine Stimme? Eine, die mir sagte, ich dürfe hier nicht landen? Oder ist es Einbildung?
„Hey! Du mit dem dummen Gesicht!”
Was? Damit bin doch nicht ich gemeint. Ich bin ein Drache. Ich mache kein dummes Gesicht.
„Ey, kannst du nicht höööreeen!? Du stinkender, schmutziger, hässlicher Drache!“
„Eh? Wo, wo? Gibt es hier noch einen anderen Drachen außer mir?“
„Du bist gemeint, du!“
Vor meinen Augen fliegt etwas Kleines umher. Hat es etwa „Du stinkender, schmutziger, hässlicher Drache!“ zu mir gesagt!?
„Wie gemein! Ich bin nicht hässlich! Bin nicht hässlich!”
„Aaah, kann sein. Gut, ich verbessere mich. Du bescheuerter Drache mit dem abscheulichen, widerlichen, grotesken Gesicht!“
„Grut-… …Grotte-…? Ähm… …Obwohl ich kaum etwas verstanden habe, du hast etwas Gemeines zu mir gesagt, nicht wahr? Wer oder was bist du?“
„Du bist ein Drache und kennst keine Feen, echt nicht? Du siehst nicht nur wie ein bescheuerter Drache mit einem abscheulichen, widerlichen, grotesken Gesicht aus, sondern du bist tatsächlich so ein Idiot? Du solltest besser auf der Stelle tot umfallen, wie sieht’s aus?“
„Jemanden den Tod zu wünschen, das darfst du nicht sagen! Darfst du nicht!“
„Hä? Idioten müssen sterben, das ist die einzige Heilung, weißt du? Wirklich, also bitte stirb! Stirb!“
Allmählich glaube ich ernsthaft, es will mich mit seinen gemeinen Worten verletzen.
„Hör auf! Wie der Kleine bereits sagte, jemanden den Tod zu wünschen, darfst du nicht tun!“
Ein Mädchen? Da ist ein Feen-Mädchen.
„Hey, du, der du diese Worte gesagt hast, was machst du hier?“
Bin ich froh. Diese Fee scheint freundlich zu sein.
„Ich bin gekommen, um nach dem „legendären Fleisch“ zu suchen.”
„Aaah, so ist das. Komm, es ist hier drüben.”
Das Fräulein Fee deutet auf etwas Rundes, dass hoch oben in einem großen Baum hängt. Es hat die gleiche Größe wie Zeros Kopf. Nein, vielleicht doch etwas größer? Jedenfalls weicht es vollkommen von der Größe ab, die ich mir vorgestellt habe.
„Das soll das „legendäre Fleisch“ sein? Ziemlich klein, irgendwie.”
So, wie es aussieht, wird es Zero überhaupt nicht satt machen. Mit einem Happs ist das gegessen.
„Egal ob es klein ist, legendär ist legendär. Nun, auf geht’s, hol dir schnell das Fleisch.“
„Ja, stimmt. Legendär ist legendär.”
„Übrigens, legendäres Fleisch hängt extrem fest am Baum. Zieh daran so fest, wie es geht, sonst wirst du es nicht abmachen können. Verstanden?”
„Mhm, verstanden. Dankeschön.”
Legendäres Fleisch wächst also an Bäumen. Das wusste ich nicht. Hm? Ist da etwa ein summ-summ Geräusch zu hören? Eine Einbildung?
“Schnell! Schnell! Schnell!”
Das Fräulein Fee weißt mich an, mich zu beeilen. Ich packe also das „legendäre Fleisch“ mit meinem Maul und ziehe daran, so fest ich kann… …!
„AUA! Au-au-au-au-au!”
Etwas zersticht das Innere meines Mauls! Zersticht es!
„Reingelegt, reingelegt! Armseeliger Drache!”
Ich wusste doch, dass da etwas summ-summ macht! Es tut weh, weh, weh, weh!
„Wie schmeckt das Wespennest? Ist es lecker? Kyahahaha!”
„Ich wurde hinters Licht geführt!? Wie gemein! So gemein!“ , will ich sagen, doch…
„Armseeliger Drache. Dein Gesicht und dein Hirn sind so erbärmlich. Du hässlicher, armseeliger Idiot. Kyahahaha!”
Es tut weh, weh, weh, weh! Die Wespen verfolgen mich! Es ist nicht meine Schuld! Aufhören! Aufhören!
Daraufhin fliehe ich.
Ich fliehe und fliehe, fliege und fliege… …und ehe ich es bemerke, bin ich zum Meer zurückgekehrt. Die Wespen verfolgen mich nicht mehr. Aaah, Gott sei Dank.
Warum nur haben diese Feen so etwas Gemeines getan? Obwohl sie so klein und niedlich sind, frage ich mich, wie sie so boshaft sein können? Nein, so sollten sie nicht sein.
Vielleicht, weil ich die Bäume im Wald beschädigt habe? Womöglich waren sie wütend und wollten sich rächen? So war es sicher. Ohne Grund macht man keine gemeinen Dinge.
Abgesehen davon ist es schon Abend geworden. Sowohl der Himmel als auch das Meer sind in Feuerrot getaucht.
„Zero macht sich bestimmt Sorgen. Ich muss zurückkehren.”
Letztendlich habe ich das „legendäre Fleisch“ nicht gefunden. Ob ich Unrecht hatte? Ich wünsche doch nur, Zero ginge es schnell wieder gut.
„Haaach“, seufze ich tief, als ich unter mir im Wasser ein Platsch höre. Ganz schön groß für einen Fisch… …ist das ein länglicher Kopf?
Es hat silbrig schimmernde Schuppen sowie einen langen Körper und Schwanz.
„Eine Seeschlange!“
Es ist weder Fisch, noch Mensch, noch menschliches Eigentum, stimmt’s!? Ah, aber ist sie vielleicht doch ein Fisch? Nein, es ist eine Seeschlange aus dem Meer. Ein Ungeheuer. Also kein Fisch!
„So riesig… …Ob ich sie erlegen kann?“
Möglicherweise ist sie größer als ich? Nein, ist sie nicht! Ist sie nicht! Uwaaaaah! Wusch-wusch schlägt sie bedrohlich umher!
„I-ich hab k-keine Angst!“
Ich speie der Seeschlange meinen Feueratem entgegen. Zumindest kann ich so einen direkten Angriff vermeiden. Hoffe ich zumindest.
„Ah, wie hinterlistig!”
Jedoch tauchte es im Wasser unter. Erwartungsgemäß hat mein Feueratem dort keinen Nutzen. Es hilft nichts, jetzt muss ich direkt treten und beißen. Aber dafür muss ich viel näher ran, was ich lieber nicht sollte. Es könnte mich möglicherweise attackieren… …
„Nein, ich muss! Zero zuliebe! Zero zuliebe!”
Ich muss mein Bestes geben. Zero soll schnell wieder gesund werden. Ich werde Zero das Fleisch überbringen und sie essen lassen!
Tief einatmend, fliege ich der Seeschlange entgegen.
„Nimm dies!“
So doll, wie ich kann, trete ich gegen ihren Kopf. Die Gischt wirbelt auf. Ratsch-Ratsch durchfahren meine Klauen etwas Gewichtiges.
„Nimm dies! Und das! Und das auch!”
Ich trete und trete und trete und trete.
„Waaah! Sie wickelt mich ein! Wickelt mich ein!”
Während ich wie besessen auf ihren Kopf eintrat, wickelte sie mich mit ihrem Schwanz um meinen Bauch ein.
„Es tut weh, so weh! Loslassen! Ich will nicht!”
Sie versucht, mich mit unheimlicher Kraft ins Meer zu ziehen. Mit aller Macht zappele und wehre ich mich mit meinem ganzen Körper.
„Diese… …!”
Ich beiße ihr heftig in den Kopf. Stück für Stück fresse ich mich mit meinen Fangzähnen hinein. Obwohl ich dabei Meerwasser schlucke und beinahe husten muss, lasse ich nicht los.
Zero, Zero! Warte! Ich bringe dir ganz sicher dieses Fleisch… …
Die Seeschlange ist stärker als erwartet und als ich sie niederstrecke, ist es bereits dunkel geworden. Als ich zur Höhle zurückkehre, ist es komplett Nacht.
Da ich verschwunden bin ohne etwas zu sagen, ist Zero wütend, nein, will Zero wütend sein, aber als sie die Seeschlange erblickt, scheint sie ihren Zorn komplett vergessen zu haben.
„Hast DU die etwa erledigt?“
„Jawohl! Dafür solltest du mich loben! Mich sehr loben!“
Mit geweiteten Augen sieht Zero sich die Seeschlange genauer an. Hehe. Großartig, nicht wahr? Ich habe eine Seeschlange gefangen, die größer ist als ich!
„Schnell, iss! Wenn du einen Bissen Fleisch isst, geht es dir wieder gut, nicht wahr?“
Hm? Was ist das gerade für ein platsch-platsch Geräusch?
„Hey… …Sicherheitshalber frage ich nach: Hast du ihr den Gnadenstoß versetzt?“
„Gnadenstoß?“
„Wie erwartet. Wahrscheinlich stellt sie sich nur Tod… …Uwaaa!“
Da wird Zero bereits unterbrochen und vom silbernen Schwanz der Seeschlange weggeschleudert.
„Häääääh? Warum? Warum?“
Bis gerade eben ist sie doch noch tot gewesen? Oder war sie nur entkräftet?
„Frag nicht „Warum“! Scheiß-Drache!“
Die Seeschlange springt auf! Daher das platsch-platsch Geräusch! Dann ist sie ja wirklich noch am Leben? Ist wohl nicht anders möglich… …
„Du siehst doch, was hier los ist!“
„E-es tut mir Leid~!“
Ich muss schnell etwas tun. Sie noch einmal erlegen… …
„Uwaaaah! Sie ist stark! So stark!“
Und dass obwohl sie außerhalb des Meeres ist. Sie greift wupp-wupp mit ihrem Schwanz an! Aaah! Die Höhle droht einzustürzen! Uwaah! Ich wurde schon vom Schwanz getroffen!
„So eine Scheiße! Was für ein Reinfall. Dass Fleischessen mich wieder gesund macht, war totaler Blödsinn!“
„Hä!? Blödsinn, sagst du!?”
Wie gemein. Obwohl ich doch mit all meiner Kraft nach dem „legendären Fleisch“ gesucht habe! Dabei bin ich in die Wüste, Berge und Wälder gereist!
„Dumme Zero! Lügnerin!”
„Kämpf lieber!“
„Kapiert! Kapiert!”
„Du brauchst nicht alles zwei Mal zu sagen!“
Au-au-au-aua! Mit ihrem Bein tritt Zero gegen meinen Kiefer… …Aber Zero geht es anscheinend besser? So, wie sie rumtobt. Letztendlich scheint die Seeschlange doch das „legendäre Fleisch“ zu sein.
Während Zeros Tritte und die Schwanzschläge der Seeschlange mich bäm-bäm treffen, fühle ich mich einfach nur erleichtert.