Redakteure von GamerGuids, ConsoleCreatures, NovaCrystallis und WccfTech konnten die Gamescom 2026 Demo von Final Fantasy VII Revelation (PS5, Xbox Series, Switch 2, PC) anspielen und haben ihre Eindrücke veröffentlicht. Das Spiel erscheint weltweit am 08. April 2027 für PS5, Switch 2, PC, Xbox Series X|S .
Die Demo von Revelation startet in Kapitel 4, in dem die Gruppe zum ersten Mal die Highwind freischaltet. Zu diesem Zeitpunkt ist man ca. 20 Stunden im Spielgeschehen.
Positive Aspekte
Welt, Erkundung & Atmosphäre
- Die Highwind erweitert die offene Spielwelt erheblich: Sie ermöglicht es, nahezu überall zu landen, und vermittelt dadurch ein starkes Gefühl von Freiheit und Zugänglichkeit.
- Gleichzeitig funktioniert die Highwind überzeugend als mobile Basis. Namentlich genannte Besatzungsmitglieder (beispielsweise Pilot:in Suri), verschiedene Aufenthaltsräume, Einrichtungen, Erinnerungsstücke und Fotos aus Rebirth lassen sie wie einen lebendigen, persönlichen Ort wirken. Zudem hat man Zugang zum Spielen von Queen’s Blood, zu Kämpfen im VR-Raum, Chadleys Forschungslabor, Kauf von Ausrüstungen und vieles Weiteres.
- Der Wechsel zwischen Luft und Boden erfolgt schnell und nahtlos und macht die riesige Welt angenehm zugänglich.
- Durch die große offen Welt und freien Entscheidungsmöglichkeiten spielt die Schwierigkeitsempfehlung von Arealen und Aufgaben auf dem Menübildschirm ein wichtige Rolle.
- Die Fortbewegung wurde gegenüber Rebirth deutlich verbessert. Besonders der Greifhaken erweitert die Bewegungsfreiheit und ermöglicht es, mehr Höhen und Flächen direkt zu erreichen, wodurch die Welt tatsächlich offener und weniger durch vorgegebene Wege strukturiert wirkt.
- Auch die Chocobo-Spurensuche wurde gegenüber dem Vorgänger verfeinert.
- Bei den Nebenaufgaben kann zu Beginn festgelegt werden, welcher Hauptcharakter als Anführer fungieren soll. Entsprechend wird dadurch die Nebenaufgabe inhaltlich beeinflusst.
- Da der Meteor und das Auftauchen der Weapons (dt. Arma) erhebliche Auswirkungen auf den Planeten haben, haben sich aus Rebirth bereits bekannte Regionen merklich verändert.
- Die Mideel-Region überzeugt durch eine besonders dichte, farbenfrohe und eigenständige Dschungelgestaltung und erinnert entfernt an die Gongaga-Region. Grafik und Detailreichtum werden ebenso gelobt wie die starke Atmosphäre, die durch das Zusammenspiel von Umgebung und Musik entsteht.
- Wutai gehört zu den größten positiven Überraschungen der Demo: Die traditionelle japanisch inspirierte Architektur, üppigen Wälder und die gewaltige, vertikal gestaltete Metropole wirken außergewöhnlich schön, lebendig und glaubwürdig.
- Wutai vermittelt stärker als im Original den Eindruck eines funktionierenden Staates mit eigener Kultur und politischen Strukturen. Auch die dortige Handlung wird als geerdet und passend zur erzählerischen Weiterentwicklung der Remake-Trilogie beschrieben.
- Insgesamt reagiert die Welt stärker auf ihre politischen und erzählerischen Umstände und wirkt dadurch lebendiger.
Kampf- und WEAR-System
- Das Kampfsystem wird als flüssiger und geschmeidiger als je zuvor innerhalb der Remake-Trilogie beschrieben.
- Das neue WEAR-System wird als natürliche Weiterentwicklung des bereits starken Kampfsystems aus Rebirth gelobt.
- Die neuen WEAR-Rollen erweitern die Charaktere sinnvoll, ohne sie in starre klassische Klassen zu zwängen. Die Rollen Ritter, Krieger, Schwarzmagier und Beschwörer eröffnen zusätzliche taktische Möglichkeiten.
- Besonders die Beschwörer-Rolle wird positiv hervorgehoben, da sie normale Angriffe durch Elementmagie, zusätzliche Trefferzonen und höhere Angriffskraft erweitern kann.
- Das WEAR-System erlaubt es, bekannte Charaktere gezielter auf bestimmte Aufgaben auszurichten – beispielsweise Barret als widerstandsfähigen Frontkämpfer oder Tifa als offensiv und unterstützend einsetzbare Magienutzerin.
- Welche Kostüme die Charaktere tragen, kann unabhängig vom WEAR-System festgelegt werden.
- Der Wechsel zwischen Gruppenmitgliedern und das Entwickeln neuer Strategien funktionieren intuitiv und ohne große Unterbrechungen.
- Besonders positiv fällt das Zusammenspiel von Erkundung und Kampf auf: Chocobo-Reiten, Kampf und die Greifhakenfunktion können nahezu nahtlos ineinander übergehen.
- In den Waffen und Ausrüstungen wird es Materia-Schächte mit drei Verbindungen geben, was neue Materia-Kombinationen ermöglicht. Manche Materia werden zudem exklusiv mit den Rollen des WEAR-Systems koppelbar sein.
- Die Verbesserungen sind laut den Redakteuren der spielbaren Demo so deutlich, dass Rebirth im direkten Vergleich teilweise bereits weniger fortschrittlich wirkt.
Cids Kampfmechaniken
- Cid hinterlässt einen ausgesprochen starken Eindruck und wird von mehreren Redakteuren als einer der besten Neuzugänge im Kampfsystem bezeichnet.
- Er funktioniert besonders gut als Dragoner im Action-Kampfsystem: Seine Luftbewegungen wirken flüssig, seine Angriffe kraftvoll und seine Kombos verlangen durch das Timing-System tatsächliches Beherrschen seiner Mechaniken.
- Sein Kampfstil wird deshalb nicht nur als effektiv, sondern auch als besonders befriedigend zu meistern beschrieben.
- Ein Redakteur war von Cid so überzeugt, dass er ihn während eines Großteils der Demo spielte und ihn bereits als möglichen bevorzugten Hauptcharakter für Kämpfe betrachtet.
Vincents Kampfmechaniken
- Vincent wird als außergewöhnlich eigenständiger und spielerisch sehr gelungener Charakter beschrieben.
- Sein Fernkampf vermittelt das Gefühl einer mobilen Artillerie und eignet sich hervorragend für den Aufbau der Schockleiste.
- Die Verwandlung in das Gallianische Biest ergänzt seinen Fernkampf um eine starke Nahkampfkomponente.
- Besonders positiv wird der nahtlose Wechsel zwischen Vincent und dem Gallianischen Biest hervorgehoben.
- Unterschiedliche Angriffsformen lassen sich zu langen, flüssigen Bewegungs- und Angriffsketten verbinden. Die hohe Beweglichkeit und Combo-Freiheit erinnern positiv an Actionspiele wie Devil May Cry.
- Vincent lässt sich flexibel mit verschiedenen Gruppenmitgliedern kombinieren und ergänzt sowohl Nah- als auch Fernkämpfer.
- Cid und Vincent werden von den Redakteuren als zwei der kreativsten spielbaren Figuren der gesamten Trilogie wahrgenommen.
Bosse & Nebeninhalte
- Der Kampf gegen Rubin Weapon (dt. Arma) wird als großes, mehrstufiges Event mit zahlreichen ineinandergreifenden Elementen hervorgehoben.
- Die Arma-Kämpfe wirken bereits in der Demo wie bedeutende Ereignisse und nicht wie gewöhnliche Bossgegner, die lediglich auf der Weltkarte platziert wurden.
- Die Nebenaufgabe rund um den verschwundenen Chocobo wird als skurril und unterhaltsam beschrieben.
- Der amüsant überzeichnete Humor, der bereits in Nebenmissionen von Rebirth vorkam, funktioniert auch in Revelation weiterhin gut.
- Eine neue Funktion ist das Chocobo-Roulette. Wenn man auf Piko reitend einem wilden Chocobo begegnet, erscheint ein kleines Rad, das sich dreimal dreht. Sammelt man über das Rad genügend Punkte, schließt sich der Chocobo der Gruppe an Bord der Highwind an. Dies scheint mit einem ganzen Chocobo-System verbunden und enthüllt möglicherweise Geheimnisse oder Sehenswürdigkeiten auf der Weltkarte.
- Auch die charakterbezogenen Momente und Beziehungen werden überzeugend fortgeführt.
- Die große Menge an neuen Inhalten weckt Neugier auf weitere Geheimnisse, Nebenaufgaben und Entdeckungen.
- Es wird keine Nebenaufgaben und -inhalte geben, die zu einem späteren Zeitpunkt verpassbar wären.
Gesamteindruck
- Die Demo vermittelt insgesamt ein außergewöhnlich starkes Spielgefühl.
- Besonders die Verbindung aus offener Welt, nahtloser Fortbewegung, Erkundung und Kampfsystem wird als große Stärke hervorgehoben.
- Viele der Verbesserungen wirken wie eine direkte Reaktion auf Spieler-Feedback zu Rebirth; laut NovaCrystallis scheint das Entwicklerteam zahlreiche Kritikpunkte gezielt aufgegriffen und weiterentwickelt zu haben.
- Insgesamt entsteht der Eindruck eines außergewöhnlich ambitionierten Rollenspiels, das nach den Eindrücken der Demo zu den interessantesten RPGs des Jahres 2027 zählen könnte.
Übergreifende Stärken: Freiheit, Lebendigkeit & nahtloses Spielerlebnis
- Die größte Stärke von Revelation scheint die Verbindung aus Größe, Freiheit und Lebendigkeit zu sein: Die Welt lässt sich mit der Highwind und dem Greifhaken freier erkunden als zuvor und wirkt gleichzeitig durch ihre detaillierten Orte, politischen Zusammenhänge und charakterbezogenen Elemente lebendig.
- Besonders Weltgestaltung und Atmosphäre werden hervorgehoben. Mideel und Wutai wirken eigenständig, detailliert und glaubwürdig, während die Highwind als mobile Basis der Welt zusätzlich Persönlichkeit verleiht.
- Gleichzeitig scheint das Spiel die Grenzen zwischen Erkundung, Fortbewegung und Kampf zunehmend aufzulösen. Chocobo-Reiten, Highwind, Greifhaken und Kämpfe greifen nahtlos ineinander und reduzieren Unterbrechungen.
- Das Kampfsystem wird als bislang flüssigstes und vielseitigstes der Trilogie wahrgenommen. Das WEAR-System erweitert die taktischen Möglichkeiten, während Cid und Vincent besonders kreative und eigenständige Spielweisen bieten.
- Insgesamt entsteht der Eindruck einer konsequenten Weiterentwicklung von Rebirth: Spieler-Feedback scheint berücksichtigt worden zu sein, bestehende Systeme wurden verfeinert und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Erkundung, Kampf und Charakterentwicklung geschaffen.
- Der übergreifende positive Eindruck lautet damit: Square Enix scheint die Ambitionen der Remake-Trilogie noch einmal deutlich zu steigern und Revelation zu einem besonders umfangreichen, freien und spielerisch nahtlosen Abschluss zu machen.
Kritische Aspekte
Welt, Erkundung & Atmosphäre
- Die offene Welt wirkt bereits auf den ersten Blick extrem dicht und vollgepackt, was schnell zu einer Überforderung führen kann.
- Die große Anzahl an Symbolen, Nebenaktivitäten, Minispielen, Sammelobjekten und Aufgaben sorgt bei einigen Redakteuren zunächst für eine deutliche Reizüberflutung.
- Auch die zahlreichen Benachrichtigungen beim Betreten neuer Gebiete werden teilweise als zu aufdringlich empfunden.
- Mai verstärkt die Informationsflut durch ihre häufigen Kommentare zu Gegnern, Fotomotiven und Sehenswürdigkeiten. Ihre hohe Gesprächsfrequenz wird teilweise sogar als nerviger empfunden als Chadley in Rebirth.
- Die große Zahl gleichzeitig angebotener Aktivitäten kann zu Entscheidungsproblemen führen, da unklar ist, womit man sich als Nächstes beschäftigen sollte.
- Die Navigation mit der Highwind ist nicht immer intuitiv: Aus der aktuellen Flugrichtung lässt sich nicht zuverlässig erkennen, welches Gebiet tatsächlich angesteuert wird.
- Auch das Fallschirmspringen bzw. Landen mit der Highwind fühlt sich teilweise noch etwas hakelig und unpräzise an.
- Die Größe und Dichte der Welt werfen die Frage auf, ob wirklich alle Inhalte sinnvoll und dauerhaft spielerisch relevant sind.
- Einige Redakteure befürchten, dass die schiere Menge an Inhalten – ähnlich wie bei anderen überladenen Open-World-Spielen – die eigentliche Spielerfahrung verwässern könnte.
- Insbesondere für Spieler, die bereits Rebirth als zu umfangreich oder ermüdend empfunden haben, könnte Revelation erneut ein Problem darstellen.
- Die enorme Größe des Spiels macht es außerdem schwierig, innerhalb einer kurzen Demo einen vollständigen Eindruck von allen Systemen und Inhalten zu gewinnen.
Kampf- und WEAR-System
- Der mutmaßlich enorme Gesamtumfang des Spiels erschwert eine Einschätzung anhand der Demo, wie sich Kampf- und WEAR-System im späteren Spielverlauf bewähren werden.
Bosse & Nebeninhalte
- Die große Menge an Nebenaktivitäten, Minispielen und Sammelobjekten weckt Zweifel daran, ob alle Inhalte tatsächlich ausreichend abwechslungsreich und sinnvoll gestaltet sind.
Gesamteindruck
- Der größte Kritikpunkt ist insgesamt weniger die Qualität einzelner Systeme als vielmehr der enorme Umfang des Spiels.
- Revelation könnte für Spieler, die bereits Rebirth als überladen empfunden haben, noch stärker zur Herausforderung in Bezug auf Orientierung und Motivation werden.
- Die Fülle an Inhalten kann zwar als Stärke verstanden werden, birgt aber das Risiko, dass Quantität zulasten von Fokus und Qualität geht.
- Einige Redakteure bezweifeln außerdem, dass Revelation Spieler zurückgewinnen kann, denen bereits die ersten beiden Teile der Remake-Trilogie grundsätzlich nicht zugesagt haben.
- Die Demo selbst lässt aufgrund des gewaltigen Umfangs nur eingeschränkt eine Bewertung des Gesamtspiels zu.
- Einzelne Details befinden sich offenbar noch in der Feinabstimmung: So wirkten manche Musikpassagen in Mideel möglicherweise noch wie Platzhalter und damit noch nicht vollständig ausgearbeitet.
Übergreifender Kritikpunkt: Zu viel des Guten
- Die Stärke von Revelation – seine enorme Größe und Inhaltsdichte – könnte gleichzeitig zu seiner größten Schwäche werden.
- Die offene Welt bietet außergewöhnlich viele Möglichkeiten, droht dadurch aber mit Informationsüberflutung, Entscheidungsstress und Ermüdung.
- Die entscheidende Frage scheint daher weniger zu sein, ob es genug zu tun gibt, sondern ob die große Menge an Inhalten so strukturiert und abwechslungsreich ist, dass sie sich nicht wie „Content um des Contents willen“ anfühlt.
- Damit knüpft die wichtigste Kritik unmittelbar an eine zentrale Stärke aus den positiven Demo-Eindrücken an: Die Entwickler haben die Freiheit und Größe der Welt massiv erweitert – müssen aber gleichzeitig dafür sorgen, dass diese Freiheit nicht in Überforderung umschlägt.




















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