04.10.2009, 10:16
Gestern Abend aufm MDR kam der Ur-"King Kong" von 1933.
Ich hatte mir ein wenig mehr davon erhofft, aber gut, es ist sowieso falsch, Peter Jackson's Neuauflage mit seinem 70 Jahre älteren, damals bahnbrechenden filmischen Affenvater zu vergleichen. Manche Szenen hatten einen angenehmen Wiedererkennungswert, das war auch schon das positivste des ganzen. Was viele am Remake kritisieren, ist die Langatmigkeit. Da kann ich glatt entgegenfeuern, den 30er Jahre-Film zu gehetzt zu finden. Denham redet auf der Venture von seinem Plan, zieht innerhalb weniger Minuten die Schauspielerin Ann Darrow an Land, die Reise geht los, flugs sind sie auf der Insel, Ann wird entführt, die Rettungsmannschaft hintereinanderweg mit diversen Dschungelkreaturen bekannt gemacht, dann ist der Affe auch schon eingefangen und bereit für seinen letzten Akt in New York. Das mag damals zeitgemäß gewesen sein, aber warm werden konnte ich damit nicht. Da lieber nehme ich Jacksons ellenlange Charaktereinführung in Kauf, denn dann bekomme ich wenigstens Personen geboten, mit denen ich mitfiebern kann (zumal mir aus dem Remake sowieso ziemlich alle sympathisch erscheinen). Hätte es den "King Kong" aus 2005 in 90 Minuten Spielzeit gegeben...mit Sicherheit wäre er nur halb so gut geworden.
