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Wie es zu den “grotesken” Enden in Drakengard 1 kam

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Zero_Alpha

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Wie es zu den “grotesken” Enden in Drakengard 1 kam

Beitrag31.05.2014, 03:02

Originalartikel mit Links und Bilder hier.

Spencer von Siliconera führte ein kurzes E-Mail-Interview mit Yoko Taro, Creative Director von Drakengard 1, 3 und NIER, über den neusten Titel der Serie und erhielt ein paar überraschende Aussagen zur allgemeinen Serie, die nie eine werden sollte.

Als Taro Drakengard 1 kreierte, dass 2003 für PS2 erschien, sagte man ihm, es werde ein Einzeltitel, der nicht als Serie geplant sei.
„Als ich das erste Drakengard schuf, sagte man mir, es gebe dazu kein Sequel. Daher erstellte ich multiple Enden ohne Vorauszudenken. Ihr wisst schon, all die Katastrophen, die danach passierten.“

Drakengard 1 beinhaltete fünf verschiedene Enden, aus denen Drakengard 2 und NIER aus jeweils Unterschiedlichen hervorgingen. Drakengard 3 dagegen ist eher als ein Prequel zu Drakengard 1 anzusehen.

Die Aufforderung, kurz etwas über Drakengard 3-Protagonistin Zero zu erzählen, beantwortet Taro wie folgt:
„Ich dachte, es sei interessant für ein Spiel, eine Protagonistin zu erschaffen, die in einem Bordell gearbeitet hat [Anmerk.: Diese Info wird nicht im Spiel, aber in Zeros Charaktergeschichte behandelt. Hier bei uns zu lesen]. Sexuell freizügige Figuren erscheinen nur selten in anderen Spielen, daher entschied ich mich dafür, sie in der Drakengard-Serie zu thematisieren.“

Eines der Merkmale von Drakengard 1 waren die kontroversen Themen und psychopatischen Figuren. Inzest, Sadismus, Pädophilie und Kannibalismus kamen im ersten Spiel vor, wurden in der Westveröffentlichung jedoch stark abgeändert. Dieses Gefühl des „Verdrehten“ wollte Taro im dritten Teil wieder aufnehmen, wenn auch gepaart mit vermehrt schwarzem Humor.

Über Zeros Begleiter Octa, den alten Lüstling, und Dito, den sadistischen Jüngling, erzählte Taro:
„In Drakengard 1 wurde der Protagonist von einem Charakter begleitet, dieses System setzten wir ebenfalls in Drakengard 3 um. Was die Stereotypen angeht, spielen sie störende und nutzlose Figuren, die seltsame Dinge sagen.“

Allein diese Aussage dürfte verdeutlichen, dass Taro eine Affinität zu dunkler, chaotischer Fantasy besitzt, da er offen zugibt, dass Charaktere in seinen Spielen nicht immer einen Sinn haben müssen.

Auf die Frage, wie Taro es angehe, düstere Geschichten zu entwerfen, die den Spieler ansprechen können, gab er folgende Antwort:
„Die Antwort ist ‚Ich mache nichts besonderes‘. Es existieren alle möglichen Typen von Menschen in dieser Welt, und ganz gleich, was für eine Geschichte wir erschaffen, glaube ich, dass es immer eine gewisse Anzahl an Spielern geben wird, die sie anspricht. Obwohl ich damit rechne, dass es immer mehr Spieler geben wird, die die Geschichte nicht verstehen [als die, die sie verstehen].“

Yoko Taro postete auf seiner Facebook-Seite eine weitere Antwort, die nicht auf der Seite von Siliconera zu lesen war. Möglicherweise, weil man vermutete, Taro mache einen ironisch gemeinten Scherz.
„Meine Werke sind stark beeinflusst durch Essen. Als ich einen In-N-Out Burger aß, fand ich den unheimlich lecker. Daher hoffe ich, dass in Japan ein Geschäft eröffnet wird. Vielleicht bin ich dann in der Lage, ein besseres Spiel für den US-Markt zu machen.“

Wer Taros Twitter-Account folgt, weiß jedoch, dass er sehr viel über Menüs schreibt und Fotos postet. Die verrücktesten Ideen scheinen diesem Mann tatsächlich beim Schlemmen zu kommen.
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Interheavin

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Re: Wie es zu den “grotesken” Enden in Drakengard 1 kam

Beitrag31.05.2014, 14:23

Vielleicht sollten wir ihm ja ein Paket mit Bratwurst, Sauerkraut und Bier schicken, dann bekommt er auch was vom Deutschen Martk zu sehen. :lol:

Dafür, dass keine Nachfolger, und vor allem nicht drei für Drakengard geplant waren, hat er es sehr gut hinbekommen, sie miteinander zu verbinden. Auch wenn ich mit dieser neuen offiziellen Timeline, wie sie im Official Complete Guide steht, nicht ganz einverstanden bin.

Für die Zukunft kann ich nur hoffen, dass er endlich mal ein vernünftiges Budget anvertraut bekommt, trotzdem freien Handlungsspielraum hat und weiter solch schön verdrehte und wahnsinnige Spiele erschaffen kann.

Habe Drakengard 3 ja nun auch bis zum letzten Ende durchgespielt und muss sagen, dass es meine Erwartungen sogar übertroffen hat. Liegt wohl auch daran, dass ich sie nach all dem negativen Feedback deutlich zurückgeschraubt habe, aber ich war wirklich positiv überrascht von dem Spiel. Es hat etliche teils gravierende technische Mängel, aber die haben mich nie wirklich gestört (außer an einer Stelle wo das Spiel wirklich auf ca. 3 FPS abgebrochen ist). Dafür haben mir die Story und Charaktere, aber ich glaube vor allem der Humor um so mehr gefallen. Man darf eben wirklich kein Drakengard 1.5 oder NieR 2 erwarten, Drakengard 3 ist sein eigenes Spiel.

Im Moment warte ich ja ganz gespannt auf die weiteren Schwester-DLC´s. Ich hoffe, die werden nächste Woche released. Und dann gibt es ja noch die zwei Manga zu DG3 die einmal die Vorgeschichte weiter vertiefen und eines der Enden weiter ausführen. Sooooo viel noch zu entdecken, ich liebe es. Die Welt von Drakengard wird mich auf jeden Fall noch für einige Wochen wieder beschäftigen.

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