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Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

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Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag09.09.2016, 20:57

Das Verschuldungs-Geldsystem auf der Basis von Zinsen - das Hauptproblem hinter der wachsenden Ungerechtigkeit, zunehmenden sozialen Spannungen, Vermögensumverteilung von Fleißig nach Reich, zunehmender Verschuldung von Staaten, Unternehmen und der Masse der Menschen auf der ganzen Welt sowie zunehmenden Krisen und Kriegen
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Im Prinzip sind in diesem Video bereits die wichtigsten Fakten zu dem Thema erwähnt:
https://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0


Der Kapitalismus und die Ausbeutung der Menschen wird innerhalb der einfachen Bevölkerung häufig als das Hauptproblem der Menschen in der modernen Gesellschaft wahrgenommen.
Das ist soweit korrekt - das zunehmende Streben nach Mehrwert bzw. Gewinn auf der einen Seite führt häufig zur Ausbeutung und Unterdrückung auf der anderen Seite, die diese Gewinne mit ihrer Arbeit erwirtschaften muss.
Darüber hinaus gibt noch eine große Anzahl rücksichtsloser Profit-over-Life-Konzerne (z.B. Pharma- und Agro-Chemiekonzerne oder Rüstungskonzerne), die für ihre Gewinne auch über Leichen gehen und der Gesellschaft massiv schaden.

Aber das ist nur ein kleiner Teil des Puzzles.
Der weit größere Teil der Umverteilung von Fleißig nach Reich geschieht über das Zinsgeldsystem, das einst die Familien hinter den heutigen Großbanken vor vielen Jahrhunderten, relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit, installiert und mit zunehmendem Einfluss nahezu alle Menschen - auch Unternehmen, ganze Wirtschaftskreisläufe und sogar ganze Staaten - davon abhängig gemacht haben.

Das Prinzip ist denkbar einfach, dennoch in seiner vollen Tragweite oft unverstanden:
Banken leihen Staaten, Unternehmen oder einzelnen Personen Geld - und verlangen im Gegenzug neben der gleichwertigen Tilgung der Schuld noch einen Zinssatz darauf.
Die Zinsen sind Geld, das nicht existiert (bzw. noch gedruckt werden muss >>> daher auch das Problem der Inflation), aber im jedem Fall durch eine Zunahme der Arbeitsleistung oder Abnahme des Vermögens auf der anderen Seite gedeckt werden muss.

Staaten, die sich von den Banken Geld leihen, müssen die Zinsforderungen der Banken folglich durch Steuererhöhungen und durch den Abbau der staatlichen Leistungen und Zuwendungen an die Gemeinschaft begleichen - oder ab einem bestimmten Punkt der Verschuldung bereits schon Kredite aufnehmen, um allein die exponentiell wachsenden Zinsforderungen der Banken zurückzubezahlen. Das ist der Punkt, ab dem der Teufelskreislauf erst richtig beginnt und der starke Auswirkungen auf das gesamte System innerhalb der Gesellschaft hat.

Viele - besonders kleinere und mittelständige - Unternehmen werden dadurch gezwungen, immer mehr, immer effizienter und kostensenkender zu arbeiten oder eben schrittweise die Preise zu erhöhen, wobei (trotz eventuell steigender Löhne) die reale Kaufkraft für die Masse der Angestellten immer weiter sinkt bzw. sinken muss.
Es bringt für die Masse der Menschen nicht viel, wenn die durchschnittlichen Löhne pro Jahr vielleicht um 0,5 % steigen, während gleichzeitig die Mieten und Lebensmittelpreise ab einem bestimmten Zeitpunkt pro Jahr schon um 1 bis 2 % ansteigen.

Ein zunehmender, unerbitterlicher Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen - aber auch zwischen Angestellten innerhalb Unternehmen - ist eine weitere Folge der Vermögensumverteilung durch Zinsen.
Allein dadurch wird die Gemeinschaft und der soziale Frieden gewaltig aus den Angeln gehoben, regelrecht zerstört.
Statt zwischenmenschlicher Kooperation, Hilfsbereitschaft und sozialem Zusammenhalt werden auf dieser Basis vor allem Ellbogenmentalität, Psychopathentum, Dünnbrettbohrertum, Bösartigkeit, Missgunst, Misstrauen, Hinterhältigkeit und gewaltige Skrupellosigkeit beim Kampf um die besten Posten auf dem kontinuierlich sinkenden Schiff gefördert.
Jene, die da nicht mitziehen wollen, bleiben unten auf den absoluten "Verliererposten" (Arbeit, die durchaus sinnvoll und notwendig für eine funktionierende Gesellschaft ist, aber wegen schlechter Bezahlung, geringer Wertschätzung und harten Arbeitsbedingungen verachtet wird) keiner machen will oder sie verlieren über kurz oder lang nicht selten ihre Lebensgrundlage in diesem System - was gemessen an dem Druck, den Zwängen, Ängsten und Lebensunlust, die so ein System tagtäglich erzeugt, vielleicht gar nicht so ein großer Verlust ist.
Ob du auf der Baustelle aufgrund des immer weiter zunehmenden Zeitdrucks, des immer weniger geltenden Arbeitsschutzes oder aufgrund des Zwanges, mit defekten Maschinen zu arbeiten, stirbst oder eben langsam unter 'ner Brücke erfrierst, macht da keinen großen Unterschied mehr.
Und was der Arbeitsunfall nicht schafft, wird der kommende - quasi schon vorausbestimmte - Krieg dahinraffen.
Dagegen ist der unter der Brücke Erfrorene mitunter noch relativ gut davongekommen. Der musste zumindest nicht seine Seele verkaufen oder den Kern seines Wesens mit der goldgewordenen, freudlos glänzenden Künstlichkeit der modernen Zivilisation ersticken.
Und mit etwas Glück, Überlebensfähigkeiten und Willenskraft ist er möglicherweise gar nicht erfroren, sondern konnte sich in seiner Bodenständigkeit vielleicht sogar ein wenig von der Natur ernähren, gut 2000 km zu Fuß in Richtung Süden laufen und zumindest klimatisch schon einmal wesentlich bessere Lebensbedingungen vorfinden.
Mit etwas Glück konnte er vielleicht sogar Zuflucht in einem kleinen, unbedeutenden Fischerdorf finden, das völlig unabhängig vom krankhaften, exzesslastigen Banken- und Wirtschaftssystem existiert und damit auch in der Lage war, seine sozialen Strukturen problemlos und frei von äußeren Zwängen aufrechtzuerhalten.


Wenn man mal einigermaßen aufmerksam das Leben der Menschen in modernen Zivilisationen betrachtet und von den etwas aufmerksamen Älteren lernt, wird man feststellen, dass die Phasen zwischen dem letzten großen Krieg und dem kommenden großen Krieg immer nach einem ähnlichen Schema verlaufen.
Erst wird den (vom Krieg traumatisierten) Überlebenden wieder eine schöne, heile Welt verkauft, die die Menschen über Generationen vergessen lässt, was in jener Zeit alles vorgefallen ist.
Es werden auf einmal wieder menschliche Ideale als Start-Motivation und zur Beseitigung des Misstrauens in das neu aufgelegte, moderner wirkende System gepredigt. Die überlebenden Menschen sind froh, die Schrecken des Krieges überwunden zu haben, finden sich bald wieder in ihrem alltäglichen Arbeitsleben ein, bauen die vom Krieg zerstörten Städte wieder auf und setzen wieder fleißig Kinder in die Welt - nahezu nichtsahnend von den Absichten der wenigen Menschen und Familien, die dieses System schon seit jeher lenken und beherrschen.
Über Generationen hinweg bleibt das Arbeitsleben für die Masse an Menschen dann erstmal relativ menschlich und sozial - bis einige Jahrzehnte später die Daumenschrauben für die Masse der Menschen wieder zunehmend angezogen werden, Erwerbsarbeit allmählich wieder zu einem regelrechten Überlebenskampf ausartet und nur noch ein Teil der einfachen Menschen diesen Überlebenskampf auf der Basis einer Ellbogengesellschaft für sich bestreiten kann oder will...
...zumindest bis der nächste unvermeidliche Krieg droht und dieser auch alle anderen Menschen mitsamt ihren Kindern verzehren wird.
Das sind die vielen Zinsverlierer in diesem System, zu denen gut 95 bis 99 % der Menschen auf diesem Planeten zählen.

Auf der anderen Seite - der Sonnenseite - dieser Parallelgesellschaft reisen zu der Zeit gerade ein paar Millionäre und in diesem System noch wesentlich reicher gewordene Menschen mit ihren Familien um die Welt, lernen fremde Gegenden kennen, genießen ihr schönes, sorgloses Leben zwischen Sonne, Strand, Meer, dem gewohnten Luxus und relativ leistungslosem Geldscheffeln, dem Empfangen von Zinsen auf ihr angelegtes Vermögen oder höchstens energiearmen Tätigkeiten mit Überwachungs- und Kontrollfunktionen über alle anderen Menschen, die in der von ihnen geschaffenen Hierarchie nach unten zunehmend härter und unter widrigeren Umständen arbeiten dürfen.
Das sind die typischen Multimillionäre, Einkommens-Millionäre, deren Nachwuchs sowie wohlhabende Erben, Bankiers, Großaktionäre, Börsenhändler, finanziell erfolgreiche Großunternehmer, Familien hinter großen Profit-over-Life-Konzernen und mitunter auch Menschen in Leitungspositionen, denen die eigene Karriere und Freiheit schon immer wichtiger waren als eine intakte, soziale, gerechte Gesellschaft.
Das sind die Zinsgewinner in diesem System, zu denen rund 1 bis 5 % der Weltbevölkerung gehören - und die werden sich garantiert nicht aktiv gegen das Geldsystem der Banken wenden.

Die extrem einflussreichen und wohlhabenden Familien hinter den Bankendynastien werden sich darüber ganz sicher im Klaren sein, weshalb die ihr System genauso eingerichtet haben - und nicht anders.

Das große Problem an diesem System ist, dass man ab einer bestimmten Vermögensgrenze allein durch Zinsen auf das angelegte Kapital quasi wie von selbst immer reicher wird und immer mehr Kaufkraft anhäuft.
Man sagt, dass diese Menschen ihr "Geld für sich arbeiten lassen".
Das Problem an dieser Aussage ist, dass Geld für sich selbst genommen nicht arbeitet.
Aber es zwingt alle anderen, die in diesem Geldsystem mit richtiger Arbeit ihr Einkommen erwirtschaften müssen, noch mehr, noch schneller, noch effizienter und unter noch widrigeren Bedingungen arbeiten zu müssen, um die Zinsleistungen für die Zinsgewinner zu erwirtschaften.
Die Arbeitsverdichtung und der soziale Unfrieden nimmt damit permanent zu, das Leben wird für die Masse immer härter, die Verrohung der Gesellschaft im zunehmenden Überlebenskampf schreitet kontinuierlich voran, Hoffnungen werden zerstört, gute Freundschaften und Beziehungen zerbrechen daran oder kommen gar nicht erst zustande - und mitunter häufen sich auch Fälle von Mord, Totschlag und Selbstmord als Ausdruck dafür, dass dem Leben des Einzelnen im Gefüge des freien Marktes kein großer Wert mehr zugestanden wird.
Die Freude am Leben weicht ebenso dem zunehmenden Kampf um die eigene Existenz. Je härter, undankbarer und schlechtbezahlter die Arbeit ist, desto größer werden in der Regel auch Resignation, Hoffnungslosigkeit und Wut.

Diese zunehmend angestaute Wut versuchen die Verursacher dieser Zustände dann gern über die gekaufte bzw. erpresste Politik und Medien von sich weg zu lenken - möglichst auf andere Menschen, irgendwelche Minderheiten, andere Nationen oder gar auf den Staat selbst, um diesen nur noch weiter auszuhöhlen.
Wenn keine weiteren Probleme als das Geldsystem vorhanden sind, die von der Masse als Ursache wahrgenommen werden könnten, schafft oder inszeniert man eben welche, die das eigentliche Problem des Zinsgeldsystems und ihrer Nutznießer überdecken sollen.

Nicht selten werden dann im Zuge der wachsenden Arbeitsverdichtung, Armut und Wut auch zunehmend radikalere Parteien aufgebaut, die die unterschwellig schwelende Wut auf Kurs halten und entsprechend kanalisieren sollen - und die von heute auf morgen plötzlich wieder das Land regieren.
Und keiner weiß, warum.

Aber auf der politischen Schauspielbühne in den von großen Banken, Konzernen und reichen Privatleuten korrumpierten Staaten ist eben alles möglich - besonders, wenn es zu Gunsten einer wohlhabenden Minderheit gegen die Interessen der Masse gerichtet ist.
Im Grunde genommen gleicht dieses - fast schon autonom ablaufende - politische Schauspiel einer immer wiederkehrenden Aufführung der Göttlichen Komödie, stets beginnend mit den ungesprochenen Worten: "Lasset, die ihr eintretet, alle Hoffnungen fahren."
Und die Bühne wird schnell frei für sich besonders patriotisch gebende Schauspieler, die sich natürlich besonders patriotisch in die Machtpositionen hochgewurstelt haben und am Ende auch wieder ganz patriotisch eine ganze Nation im Krieg verheizen.
Alle (oder zumindest der Großteil der Menschen) fügen sich wie eh und je, laufen wieder einmal im Gleichschritt im Hamsterrad der Angst, um bloß nicht aufzufallen oder gar als Feindbild einer ganzen Gesellschaft wahrgenommen zu werden - oder weil sie es einfach nicht gewohnt sind, Befehle von oben zu ignorieren und mal ihren eigenen Weg zu denken und zu gehen.
Und wenn dann zum Krieg gerufen wird, heißt es dann plötzlich wieder: "Befehle befolgen, durchalten und kämpfen, Freunde - der Sieg ist in Sicht. Wer nicht mitzieht, wird aus Heimatliebe erschossen."
Auf dieser Seite der Gesellschaft liegen dann bald wieder die finanziell und in ihren Hoffnungen beraubten Leichen oder eben die verzweifelten Überlebenden einer leiderfüllten, gebrandmarkten Generation mit ungewissem Blick in die Zukunft.

...während auf der anderen der Gesellschaft ein paar Millionäre mit ihren Familien entspannt und sorgenfrei die Sonne, den Strand, das Meer und den gewohnten Luxus fernab der Kriegsschauplätze genießen, kurz nachschauen, wieviel Kohle die Beteiligungen und Investments im Krieg gebracht haben oder einfach nur die bisher gewohnten Zinseinnahmen zählen.

Nach dem Krieg muss man die überlebenden Menschen nur wieder dazu bringen, sich wieder zu mögen, sich zu vertrauen und einen Schein von Gerechtigkeit und Hoffnungen für die Zukunft zu vermitteln, damit wieder alles seinen gewohnten Gang gehen kann.


So oder so ähnlich läuft das System schon seit Jahrhunderten ab.
Es stellt Menschen vor die Wahl, ob sie eher zu den Zinsgewinnern oder eher zu den Zinsverlieren gehören möchten bzw. ob sie ihre Seele an die Religion des blinden Geld- und Machtstrebens verkaufen oder eher in dem System untergehen.

Wenn man allerdings ein solches System generell ablehnt und eher sowas wie Gerechtigkeit in einer wirklich intakten, das Leben wertschätzenden, Gemeinschaft anstrebt, ist keine der beiden "Wahlmöglichkeiten" eine auch nur annähernd zufriedenstellende Option.
Dann steht man wohl eher vor folgender Wahlmöglichkeit:

1) alles nur Erdenkliche dazu beizutragen, um die Banken zu entmachten, das Zinsgeldsystem zu beseitigen und durch ein zinsfreies Geldsystem im Sinne aller Menschen ohne Inflation und mit konstanten Preisen/Löhnen zu ersetzen...

...oder aber...

2) der modernen Zivilisation vollständig den Rücken zu kehren und fernab des Geldsystems, modernen Sklaventums und all der menschgemachten Probleme ein einfaches Leben in der Natur zu führen - ähnlich den Nomaden, verbliebenen Naturvölkern und naturnah lebenden Gemeinschaften auf diesem Planeten, wo es noch gesunde, generationsübergreifend funktionierende und von der Außenwelt unabhängige Gemeinschaften gibt, die garantiert nicht unglücklicher sind als die unfreien, vom Kapital abhängigen Menschen in der modernen Gesellschaft...

Ich würde mir allerdings keine allzu großen Hoffnungen machen, dass der Großteil der Menschen für Punkt 1) überhaupt genug Wissen, Willenskraft, Mut, Straightness, Fairness und ehrliche Absichten besitzt, um das konsequent im Sinne der 95 % der Menschen durchzuziehen.
Sehr oft sind mir in dieser Gesellschaft Verlogenheit, Verschlagenheit, Feigheit, Neigung zu Gruppenzwängen, Egoismus, Opportunismus, Gier, Boswilligkeit, Schadenfreude, Intriganz und niederträchtige Absichten begegnet - was schon eine denkbar schlechte Ausgangsposition für ein solch gewaltiges Vorhaben ist.

Der letzte große amerikanische Präsident, der die Banken in ihrer Macht beschränken wollte - John F. Kennedy - wurde wenig später bei einem Attentat per Kopfschuss hingerichtet.
Die genaueren Hintergründe könnt ihr hier nachlesen: https://faszinationmensch.com/2011/09/0 ... s-brachte/

Auch mutige Beamte und forsche Menschen, die danach noch versucht haben, das Bankensystem anzugreifen, wurden karrieretechnisch nahezu vollständig abgesägt, unter falschen Vorwänden ins Gefängnis gesperrt oder gar in die Psychiatrie eingewiesen.
https://www.youtube.com/watch?v=J8tKS1tatXI

Da ist es mitunter auch schon vorgekommen, dass die Ehefrau ihren eigenen Mann in die Psychiatrie einweisen ließ, weil dieser fragwürdige Geschäfte bei der Bank, für die sie gearbeitet hat, offengelegt hat - so wie im Fall Gustl Mollath.
https://www.youtube.com/watch?v=fkq_I0W5VWU

Soviel zu der Frage, wem man hier eigentlich noch wirklich vertrauen kann...

Kleingeistige Karrieremenschen, die fern abseits von Idealen und guten Bestebungen im Sinne der gesamten Menschheit stets nur mit dem möglich geringsten Widerstand zu Besitz, Wohlstand und Berühmtheit kommen wollten, kann man da in der Regel komplett vergessen.
Das sind meist einfach nur Opportunisten ohne richtigen Kampfgeist für eine gereche Sache - Menschen, die sich - ohne Rücksicht auf andere - nur für ihre persönlichen Vorteile und Privilegien durch das System schlängeln und sich fügen, so wie es sich für sie am besten ergibt.

Menschen, die sich gern über andere stellen oder gern Macht über andere Menschen ausüben wollen, sind ebenso denkbar schlechte Ansprechpartner.
Geistig offene, wirklich freidenkende Menschen würden sich wohl nie anmaßen, zu behaupten, dass sie bereits den besten Weg gefunden haben, würden anderen nie ihren Willen aufzwingen und andere auch nicht verteufeln, wenn diese einen anderen Weg gehen, von dem diese richtig überzeugt sind - wohlwissend, dass sie sich als winzig kleiner Teil eines unvorstellbar großen Universums mit den vielfältigsten kosmischen Gesetzen auch selbst einmal irren können und dass vor allem erst in individueller Entfaltung und eigenständiger Wahrheitssuche eine Annäherung an die Wahrheit möglich ist.

Von Menschen, die keinen offenen, ehrlichen Wesenskern besitzen und so wenig Ehrgefühl und Respekt vor sich selbst haben, dass sie andere Menschen anlügen, täuschen und für ihre Zwecke manipulieren, braucht man schon gar nichts erwarten.
Bei Menschen, in denen eine derartige Asynchronität bzw. Unstimmigkeit zwischen Gedanken, Worten und Handeln herrscht, ist bereits von vornherein jegliche Form von Kommunikation überflüssig.
In meiner Wahrnehmung sind genau solche Menschen mit die größten Zerstörer zwischenmenschlicher Kommunikation und zwischenmenschlichen Vertrauens.


Sogesehen man muss schon mächtig abgebrüht sein, um es dennoch zu versuchen, so ein stark verflochtenes Geldsystem gegen alle auftauchenden Widerstände (und die werden inneralb solch gewaltiger Machtstrukturen auftauchen!) zu Fall zu bringen und alle möglichen Formen von Rufmord, Komplotten und wahrscheinlich auch Attentaten auszuhalten, ohne dabei selbst paranoid und wahnsinnig zu werden.

Allerdings bin ich 'n totaler Fan von straighten Menschen und abgebrühten Freaks, die irgendwo zwischen Genie und genialem Wahnsinn wandeln, ihr Herz am richtigen Fleck tragen, nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben, absolut unbestechlich, frei von Gier, Machtstreben und stets für eine gute Sache zu haben sind, um das nahezu Unmögliche möglich zu machen.
Zuletzt geändert von Master Mi am 10.04.2017, 16:43, insgesamt 3-mal geändert.


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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag10.09.2016, 15:04

Da hat wohl jemand frisch eine Doku gesehen :D
Im Christentum und Koran sind Zinsen eigentlich verboten ... aber anders als andere Dogmen, mit denen man den kleinen Mann kleinhalten und nicht ausnehmen kann, scheinen unsere Führer das vergessen zu haben.
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Master Mi

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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag10.09.2016, 21:28

Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Geldsystem, da es sich mir auf dem herkömmlichen Bildungsweg nie richtig erschlossen hat, wie es selbst in unseren modernen Staaten immer wieder spiralförmig zu immer stärkeren Finanzkrisen, Massenarmut und Kriegen kommen kann.

Auch die wirklichen Ursachen und Hintergründe zum Thema Inflation haben wir weder auf dem Gymnasium, noch im Studium mitgeteilt bekommen.
Als ich viele Jahre später mal 'n ehemaligen Wirtschaftslehrer auf die Verschuldungsproblematik, die mit dem Zinsgeldsystem einhergeht, angesprochen habe, wollte der davon nichts gewusst haben. Aber die Reaktion von dem Lehrer war dennoch irgendwie etwas seltsam - vielleicht fühlte er sich einfach nur betreten, da der selbst gern mit Aktien gehandelt und vermutlich auch ganz schön Cash damit gezogen hat, während er uns im Unterricht Zinsen fast schon als etwas Stinknormales bzw. fast schon Gottgewolltes verkaufen wollte.

Ja, im Islam gilt neben dem recht geistreichen Alkoholverbot auch das recht geistriche Zinsverbot im Sinne des gemeinschaftlichen Friedens.
...vermutlich der Grund, weshalb diese abendländisch Umnachteten gerade so massiv Sturm gegen den Islam mit seinen durchaus auch sehr weisen Grundkonzepten laufen.

Im Christentum galt offenbar auch mal ein absolutes Zinsverbot, das aber aus irgendwelchen Gründen nach und nach immer weiter abgeschwächt bis ganz aufgehoben wurde.
Vermutlich haben die sich einfach wieder 'n bisschen zu viel von Jenova ans Bein quasseln lassen bzw. konnten dem angedrohten Ultima-Zauber nicht rechtzeitig ausweichen.

Einige Menschen hatten auch noch nie sonderlich große Abwehrkräfte gegenüber den Verlockungen von Macht und Geld.


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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag11.09.2016, 07:43

Master Mi hat geschrieben:Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Geldsystem, da es sich mir auf dem herkömmlichen Bildungsweg nie richtig erschlossen hat, wie es selbst in unseren modernen Staaten immer wieder spiralförmig zu immer stärkeren Finanzkrisen, Massenarmut und Kriegen kommen kann.

Ist die schonmal aufgefallen, dass auch lle reichen Staaten untereinander hoch verschuldet sind und wir angeblich in Knechtschaft unserer Banken stehen? Warum diktieren die Staatschef den Banken nicht einfach, sie sollen auf ihre Schulde pfeifen?
Neben offensichlichen Gründen wie Zusammenbruch des Finanzmarkts und Vernichtung der Anlagen kleiner und großer Sparer ein großer Grund: mit den Bros, bei denen wir uns Geld leihen und die sich bei uns Geld geliehen haben, haben wir keine bewaffneten Auseinandersetzungen. Beide Seiten wären wirtschaftlich ziemlich ge*ickt.
Master Mi hat geschrieben:Im Christentum galt offenbar auch mal ein absolutes Zinsverbot, das aber aus irgendwelchen Gründen nach und nach immer weiter abgeschwächt bis ganz aufgehoben wurde.
Das habe ich doch schon in meinem letzten Posting begründet. :idea:
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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag12.09.2016, 21:39

Nahezu alle Staaten der Erde - inklusive die hochentwickelten Industrienationen - sind an die Banken und Nutznießer des Zinsgeldsystems verschuldet.
...keine Ahnung, wie stimmig die Liste wirklich ist - aber das hier vielleicht mal als groben Überblick, wie hoch die Verschuldung der einzelnen Länder der Erde - gemessen am BIP - ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... uldenquote

Ich glaube nicht, dass die Staatschefs oder gar die gesamte Regierung die Macht besitzen, den Banken etwas zu befehlen. Der Letzte, der mir bekannt ist und genau das versucht hat - der damalige Präsident John F. Kennedy - wurde kurze Zeit nach seiner Ankündigung, den Gelddruck in staatliche Hände zu bringen, ziemlich übel in aller Öffentlichkeit per Kopfschuss hingerichtet.

Banken und deren Anleger besitzen 'ne ganze Menge Kohle, Besitztum und damit 'ne ganze Menge Macht.
Wenn das Militär und die Geheimdienste nicht mitziehen, haben die immer noch ihre kleinen Privatarmeen und Connections zur Mafia, um ihre Interessen per Sabotage, Bedrohung oder Ermordung wesentlicher Störer und Gegner ihrer Interessen verschwinden zu lassen und eventuellen Nachfolgern gleich noch einen Vorgeschmack zu geben, was sie erwartet, wenn diese sich gegen die Banken stellen sollten.

Darüber hinaus haben einige von denen, die durch das Bankensystem sehr reich geworden sind, eigene Zeitungsverlage und Medienkonglomerate gegründet, mit denen die garantiert nicht nur die öffentliche Meinung beeinflussen.
Aber sobald da ein Politiker mal den richtigen bzw. richtig tödlichen Weg gegen die Banken und deren Zweigstellen einschlagen sollte, kann man den über die Massenmedien so richtig mies absägen, Rufmord-Kampagnen gegen ihn in die Wege leiten oder im Extremfall gleich die informationstechnisch mordlustig gewordene Masse gegen denjenigen aufwiegeln.

Aber selbst wenn das scheitern und der Großteil der Menschen eines Land unter höchstem Bewusstsein über ihre eigentlichen Manipulatoren zusammenhalten würde, könnte man immer noch andere Nationen gegen das Land scharf machen, Kriegsszenarien inszenieren oder zumindest erstmal gewaltigen wirtschaftlichen Druck ausüben.

Wenn man die Menschen der Länder dazu bringen könnte, vermehrt selbstversorgerische Strukturen oder Open-Source-Strukturen zu errichten, hätte man aber schon wesentlich bessere Karten und müsste keinen totalen Zusammenbruch der Gesellschaft befürchten.


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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag13.09.2016, 23:01

Master Mi hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass die Staatschefs oder gar die gesamte Regierung die Macht besitzen, den Banken etwas zu befehlen. Der Letzte, der mir bekannt ist [...] wurde [...] per Kopfschuss hingerichtet.

Es werden einige Politker und unbequeme Personen beseitigt. Aber solang mutmaßlich alle hohen Tiere irgendwie Lobbylakaien sind, da man z.B. mit unserem Parteiensystemerst was zu sagen bekommt, wenn man viele Bros auch in der Wirtschaft hat, Jahrzehnte lang innerparteilich den Hiwi macht bis man irgendwann fast vergreist ist, kann man auch nicht viel von den Leuten erwarten. Warum dürfen Leute in den 60ern überhaupt noch was entscheiden? Die meisten Dinge, über die diese entscheiden, werden die kaum noch betreffen. Bestes Beispiel das Rentensystem. Den jetzigen Renterrinen wurden vor einigen Monaten z.B. die Mütterrente nachgeworfen, die Milliarden aus meiner Rente abzieht. Ja, nicht alle Rentner jetzt sind reich. Ziehen wir das bei den reichen aktuellen Rentnern ab? Nein, bei dem desillusionierten Pack, das eh nicht daran glaubt, je Rente erhalten zu werden. Bei unserer Politik ist das die realistischste Einschätzung. Selbst konservativ geschätzt liegen nach WDR bereits 2030 50% der Renten unter Hartz 4 und müssen eh aufgestockt werden.
Wir haben eine Kanzlering, die der Meinung ist, bei 8,50 Euro Mindestlohn den Leuten sagen zu können, die staatliche Recnte wird nicht teichen, legt gefälligst selbst was zur Seite.
Warum werfen wir so Pack nicht aus dem Amt, das keine Lösungen sucht, sondern das Drama nur verwaltet? Aber ich schweife ab ...
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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag14.09.2016, 20:19

...und egal, wie weit man da ausholt bezüglich der zunehmenden sozialen Benachteiligungen und Ungerechtikeiten.

Man kommt stets zurück auf das Problem des Verschuldungsgeldsystem auf der Basis von Zinsen.


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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag24.09.2016, 18:00

Die Zombieapokalypse behebt das. ;)
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Re: Das Zinsgeldsystem und der große Zusammenbruch

Beitrag10.04.2017, 16:50

Naja, bisher hat sich nicht allzu viel getan.

http://www.maniacworld.com/no-need-to-f ... alypse.jpg


Zuletzt als neu markiert von Master Mi am 10.04.2017, 16:50.


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