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Schweres Erdbeben erschüttert Japan

Ernsthafte Diskussionen über jede Art von gesellschaftlichen und kulturellen Ereignissen.

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Shirio

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Beitrag15.03.2011, 15:13

Ich habe eben mir diesen Thread hier durchgelesen und vorher das alles, was in Japan geschieht, nur durch Internet und Nachrichten mitverfolgt.
Da jedoch alles sehr verwirrend und auch fehlerhaft ist, habe ich mir gedacht, ich könne doch auf Cetraconnection vorbei gucken, da ich das Forum als Forum erlebt habe, dass immer informativ sowie niveauvoll ist.
Anfangs fand ich die Diskussion recht gut gelungen, und ich kam auch zu den Informationen, die mir endlich etwas geordneter vorkamen, aber jetzt am Ende finde ich es fragwürdig, dass hier nur noch über Vorurteile diskutiert wird.
Einmal ansprechen, dass Vorurteile nicht gut sind, reicht meiner Meinung nach vollkommen aus, denn wie gesagt, alle hier sollten schon so intelligent sein um das zu verstehen.
Aber das ihr euch hier immer weiter rechtfertigen müsst und euch weiter in die Diskussion steigert finde ich schlecht.
Einige haben sogar versucht wieder das vorherige Thema aufzugreifen, aber darauf wird auch nicht mehr eingegangen, ich bitte darum, dass etwas mehr auf das eigentliche Geschehen eingegangen wird.
Und jetzt soll auch nicht ein neuer Beitrag dazu kommen, der sich bei mir rechtfertigt, wieso er weiter diskutiert oder so.
Es geht hier um die Katastrophe in Japan - nicht um eine Diskussion um Vorurteile.

Um wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, mich würde interessieren, wieso man den Bewohnern in unmittelbarer Nähe gesagt habe, sie sollten in ihren Häusern bleiben und alles Luftdicht verriegeln.
Denn so eine Wand hilft ja nicht gegen die Strahlung, und ich denke auch die Japaner wissen das. Eben habe ich im Fehrnsehen einen gesehen, der über Skype gemeint hatte, er habe sich gefragt, ob er der einzige gewesen sei, der so panisch war und nicht wusste was er tun sollte (ich habe leider nicht mitbekommen ob die Person nun aus Japan war, oder ob er wo anders wohnt und einfach nur wegen den Nachrichten panisch wird).

Oder habe ich irgendetwas falsch verstanden, mit dem in den Häusern bleiben und so? Wollte die japanische Regierung das nur, um sie zu evakuieren, oder als Sicherheitsmaßnahme für die Bevölkerung.

Erklärungen wären nett.
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undeadbliss

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Beitrag15.03.2011, 15:18

Natürlich bringt es gegen Strahlung wohl relativ wenig - ich schätze man will erstmal schlichtweg Panik vermeiden die sich wohl schneller hochschaukelt wenn Leute auf den Straßen in einem riesigen Mob zusammenstehen und sich gegenseitig in ihren Befürchtungen antreiben? - Ergo die Leute erstmal von den Straßen holen. Ob das im Anbetracht der Umstände jetzt allerdings die Lösung ist, sei mal dahingestellt.
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Maggot

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Beitrag15.03.2011, 15:19

Das in den Häuser bleiben war für die Bewohner Tokios bestimmt. In dieser Entfernung reicht es (bis jetzt noch) aus, sich im Haus aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten. Es wird ja "nur" von einer Atomaren Wolke gesprochen. Für die Bewohner nahe des Kraftwerkes gibt es natürlich keine andere Wahl, als ihre Häuser zu verlassen, da durch die Explosionen radioaktives Material direkt in die Umgebung gelangt ist. Dort reichen einfache Häuserwände nicht aus, um die Strahlung abzuhalten.
Beton schirmt bis zu einem bestimmten Grad die Strahlung ab, nur wenn es zu einer Situation kommt, in der das Material dirket in die Umgebung gelangt, ist die Flucht das einzige Mittel.
Man kann es kaum glauben, aber man kann ja auch bis zu einem bestimmten Grad die Radioaktivität auch abwaschen o.o Aber das ist dann wirklich nur der Fall, wenn eine leichte erhöhung der Normalwerte vorherrschen.

Zum anderen wird die Panikprävention auch eine große Rolle spielen. Eine Massenpanik im Großraum Tokios wäre verheerend...
Zuletzt geändert von Maggot am 01.01.1970, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Shirio

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Beitrag15.03.2011, 15:30

Ah gut danke, weil ich hatte verstanden, dass das auf die im Umkreis von 30km bezogen war. Und das hilft auch nicht gegen die Panik schätze ich, weil wenn ich alleine im Haus bin und mir denke hier in der Nähe ist das große Strahlungsproblem, dann will ich eher weg und nicht hier warten. Besonders wenn ich weiß, das die Strahlung durch jede Wand geht (das hatten selbst wir in der Schule und allgemein soll doch das deutsche Schulsystem schlecht sein, daher sollte man es in Japan aufjedenfall wissen). Das würde jedenfalls nicht meine Besorgnis verringern.


Heute sind übrigens zwei Überlebende des Tsunamis entdeckt worden
(die Nachricht kommt vielleicht etwas spät, aber egal)

http://leipzig-seiten.de/index.php?opti ... &Itemid=75
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Hitomi - die Träumerin-

Limit-Breaker

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Beitrag15.03.2011, 15:33

echt? Das is ja ma ne gute Nachricht^^
Aber hieß es nicht dass die Bergungsarbeiten eingestellt werden sollten?
Haben sie sich entschlossen, doch noch nach anderen Überlebenden zu suchen? Wär ja toll^^
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Maggot

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Beitrag15.03.2011, 15:43

@ Shirio: Ich glaube, ich habe auch so etwas gehört, wie: im Umkreis von 20 Km Evakuierung, im Umkreis von 30 Km sollen die Menschen in ihren Häusern bleiben, ich habe aber auch schon gehört, dass die Evakuierungszone auf 50 Km ausgedehnt wurde...Es sind so viele verschiedene Meldungen gekommen...Aber ich würde denken, dass es für die Tokioter am besten wäre, im Haus zu bleiben, da für sie bis jetzt noch kein Evakuierungsgrund besteht und dass auch niemals durchzuführen wäre...man könnte nie und nimmer die 36 Millionen (Tokio selbst und dessen Randgebiete) evakuieren...Im Falle eines SuperGAUs heist das also: Es werden auf jeden Fall Menschen zurückbleiben MÜSSEN...
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Kefka

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Beitrag15.03.2011, 15:45

@Paddoxian:

Okay, dann erscheint dein Kommentar auch in einem anderen Licht, da ich den Kommentar auf, den du dich beziehst nie gelesen habe, lag für mich nur nahe, dass du interpretativ geschlussfolgert, statt zitiert hast.
Bisher war ich so etwas von dir auch nicht gewöhnt zu lesen. An dieser Stelle revidiere ich sämtliche meiner vorherigen Textstellen, die darauf hin abstellen. =)

@Maggot:

In dem nun nicht mehr auf YouTube verfügbaren Video war eine Frau im Alter von (grob gepeilt) 20-25 Jahren zu sehen, dem Sprachfluss zu urteilen (zugegebnermaßen ist das nicht immer einfach), würd ich sagen: US-Amerikanerin. Da die US-Amis im weitesten Sinne als sehr bibelfest gelten, liegt dies sogar nahe.
Diese Dame hat jedenfalls einen "schönen" 10-minütigen Monolog in ihre Heimkamera gesprochen, in dem sie Gott lobpreist und bestaunt, welche Macht er doch hat, wie er "Diese kleine Insel japan in seine Hände nahm und durchschüttelte" und betonte, wie toll sie das alles fände, unter anderem deshalb, weil Gott sich nun endlich gezeigt hat und uns ein unübersehbares Zeichen gesandt hat. Kurzum: Sie findet Gott toll, findet es auch gut, dass der barmherzige Gott Millionen von Menschen tötet und sich so zu erkennen gibt. Mitgefühl für Japan und dessen bevölkerung hat sie dabei in keinem einzigen Satz durchklingen lassen. 10 Minuten "Hail God" und nicht ein Wort des Bedauerns. Es lebe die bibel, Gott segne Amerika (nicht allgemein auf jeden Ami bezogen!)
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Redjac

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Beitrag15.03.2011, 15:53

@ Maggot:
Desweiteren hat sie betont, dass sie kurz vorher einen Tag lang gefastet und gebetet hätte, um zu erreichen, dass Gott den "atheistischen Japanern" ein Zeichen sendet. Sie war (ist) der Meinung, dass die Katastrophe nur auf ihrem Gebet basiert und hat zusätzlich angekündigt, dass sie nun 40 (!) Tage fasten und beten möchte.
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undeadbliss

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Beitrag15.03.2011, 16:05

"Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von LaughAloneTV nicht mehr verfügbar."

~ scheint also doch ein schlechter Scherz gewesen zu sein - ich für meinen Teil hab niemanden drüber lachen hören.
Aber hey, was beutet man heutzutage für etwas Aufmerksamkeit nicht alles aus.
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Keres

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Beitrag15.03.2011, 16:58

Zum Thema:
Es ist ziemlich erschreckend was in Japan abgeht und die Bevölkerung hat mein vollstes Mitgefühl. Aber das wirklich schlimme für mich ist, einfach nur mit ansehen zu müssen, wie den Menschen dort praktisch alles verlieren, und nichts aktiv dagegen tun zu können.
Das macht mich traurig und wütend zugleich.
Ich höffe wirklich, dass es nicht noch viel schlimmer kommt und das es endlich gute Nachrichten gibt.
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Noctis

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Beitrag15.03.2011, 17:19

Ich schließe mich nun offiziell aus dieser Disskussion aus.
Jetzt wo Tokio verstrahlt ist, (35 Mio. Einwohner) ich hab sämtliche Hoffnung verloren. :cry:

@PaDDoXian
Ich meinte natürlich nicht die Bevölkerung sondern die Regierung.
Wenn das anders rüberkam will ich mich bei allen Entschuldigen!!!!!!
Zuletzt geändert von Noctis am 01.01.1970, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Jetzt hier ist ein Sieg.
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Nußkati

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Beitrag15.03.2011, 19:52

Gau-Ratgeber

@ Shirio: Sich in den Häusern verrammeln hilft gegen die radioaktiven Partikel in der Luft, besser sie kleben am Haus, als auf der Haut. Ein vollkommener Strahlenschutz ist das natürlich nicht.
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DarkChaplain

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Beitrag15.03.2011, 20:33

Ich stimme @Noctis Entscheidung, sich bei dieser Diskussion zu enthalten, offiziell zu.
Falschinformationen sind gefährlich, besonders in diesem Ausmaße.
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Shirio

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Beitrag15.03.2011, 20:37

@ Nußkati
Bei der Gamma-Strahlung ist es aber ziemlich egal, da die ungefähr immer gleich bleibt. Die Alpha-Strahlung kommt eh nicht sehr weit und die Beta- -Strahlung kommt auch nur ein paar Meter weiter.
Das hatten wir schon im X-Lab getestet (von der Schule letztes Jahr haben wir dort Experimente mit radioaktiven Stoffen gemacht).
Daher kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Häuser wirklich etwas nutzen, denn die Gamma-Strahlung besteht ja lediglich aus Wellen und durchdringt sowieso die ganze Erde, die Belastung ist aber nicht so hoch. Die Alpha-Strahlung kommt nur wenige Zentimeter (so ein Experiment mit Americium, die Strahlenbelastung war sehr hoch, jedoch hat der Geigerzähler fast keine Spaltung mehr gemessen nachdem man den Stoff einige Zentimeter weit entfernt hatte).
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Nußkati

Lebensstrompartikel

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Beitrag15.03.2011, 20:55

Zuletzt geändert von Nußkati am 01.01.1970, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Taake

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Beitrag15.03.2011, 21:11

Was die Strahlung angeht ... Weiß man eigentlich genau, was die Japaner nutzen? Uran oder Plutonium? Beides?
Zuletzt geändert von Taake am 01.01.1970, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Skye

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Beitrag15.03.2011, 21:12

@Taake
was wäre denn der Unterschied? Ich kenn mich mit dem ganzen "Atom-Kram" nicht so aus...
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DevilGun

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Beitrag15.03.2011, 21:14

Wikipedia Fukushima I: "Seit dem 21. August 2010 sind in Block 3 MOX-Brennelemente mit einer Mischung aus Uranoxid und Plutoniumoxid im Einsatz."
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Shirio

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Beitrag15.03.2011, 21:32

@ Skye
Ich denke, dass die Strahlung unterschiedlich stark ist. Zwar sind beides Alphastrahler, jedoch hat Plutonium eine höhere Strahlenbelastung als Uran.
Und Plutonium wird in jedem Atomkraftwerk produziert aus Uran-238, dass Plutonium wird jedoch nicht immer wieder verwendet um zur Energiegewinnung beizutragen.

Aber guck lieber hier nochmal nach
http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 68,00.html
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Skye

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Beitrag15.03.2011, 21:38

@Shirio
danke für die Antwort. Wirklich informativ die Seite. Generell finde ich das Thema schon interessant, nur ist die Gefahr, die davon ausgeht leider so hoch :(
ich hoffe nur, dass es nicht zu diesem Super-GAU kommt, der überall angekündigt wird...
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Taake

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Beitrag15.03.2011, 21:39

Danke für die Hinweise soweit. Ich glaube mich zu erinnern, dass Plutonium stark toxisch ist. Alles in allem eine gefährliche Mischung.
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Naji

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Beitrag15.03.2011, 21:55

Richtig, das Plutonium ist im Vergleich zum Uran stark toxisch, was die ganze Sache eben noch weiter verschärft.

Zum Thema Gammastrahlung.
Jenachdem aus welchem Material die Wände bestehen wird die Gammastrahlung abgeschwächt.
Dafür gibt es die sog. Halbwert- bzw Zehntelwertschicht.

Wie stark die Strahlung durchdringt hängt zum einen von der dicke eines Matreials ab und zum anderen wie Energiereich die Strahlung ist.

Hat die Strahlung eine Energie von 100MeV benötigt man zB 40cm Beton oder 2 cm Blei um die Strahlung auf 1/10 abzuschwächen.
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Shirio

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Beitrag15.03.2011, 22:11

Nun, ich habe es so verstanden im X-Lab + Schule
Es gibt drei wichtige Grundstrahlungsarten:
Alpha, Gamma und Beta-

Bei Alphasstrahlung ist eben der radioaktive Zerfall sehr stark, jedoch nur auf kurze Distanz. Schlimm wird es wenn man in der Nähe ist und es einatmet oder eben schluckt.
Da ein Heliumkern abgeben wird ist es eben sehr schwer und bleibt schnell an Luftmolekülen hängen.

Bei Beta- Strahlung ist es ähnlich, jedoch werden nur Elektronen abgegeben, diese sind kleiner und dadurch reicht die Strahlung mehrere Meter. Die Belastung ist nicht so stark wie bei Alphastrahlung da die Elektronen nicht so schwer sind wie die Heliumkerne.

Bei Gamma ist jedoch eine Welle. Und da es eine Welle ist durchdringt es so ziemlich alles, denn es kann nirgendwo hängen bleiben.
Jedoch ist die Strahlenbelastung eben nicht so stark. Okay, wir haben das im X Lab eben nur mit verschiedenen Papierstücken getestet die wir dazwischen geschoben haben ( Bei Alphastrahlern war nach eine Papierschicht schon über 50% weniger Strahlung zu messen, bei Gammastrahlern pendelte es sich jedoch auf einen Wert ein).
Wenn man also Beton oder Blei nimmt könnte es natürlich anders sein.

So habe ich das verstanden, Verbesserungen sind gerne erwünscht oder eine genauere Erläuterung zur Gammastrahlung.

Und außerdem, welche Strahlungsart ist denn nun eigentlich am gefährlichsten für die Leute in Japan?
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Naji

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Beitrag15.03.2011, 22:18

Die gefährliche wird die Gammastrahlung sein.
Wie du richtig sagtest hat die alphastrahlung, abgegebene Heliumkerne, eine so geringe Reichweite durch die im vergleich hohe Größe.

Bei der Beta Strahlung handelt es sich um Elektronen oder Positronen.
Sie sind viel kleiner als der Heliumkern und auch entsprechend sher viel leichter.
Diese reicht aber meiner Erinnerung nach in der Luft auch nur einige meter weit.

Die Gammastrahlung ist eine Elektromagnetische Welle, die ähnlich der Röntgenstrahlung ist.
Es ist Energie die durch den Alpha und Beta zerfall abgegeben wird.
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thauglor

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Beitrag16.03.2011, 14:58

Ich würde gerne etwas über die Menschen erfahren, die jetzt noch in dem AKW arbeiten. Helden wie ich finde.
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